Masernschutz durch Impfpflicht in der Kindertagespflege


Masern

Masern gehören zu den hochansteckenden Virus-Infektionskrankheiten. Sie äußern sich durch hohes Fieber, Husten und Schnupfen sowie Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum und der Augen-Bindehaut. Tage später bildet sich der typische Masern Hautausschlag. Dieser beginnt im Gesicht sowie hinter den Ohren und breitet sich über den ganzen Körper aus. Das Fieber steigt in der Regel weiter an und nach 3 bis 4 Tagen wieder zurück. In der Folge schuppt sich die Haut.

Ansteckungsgefahr besteht bereits etwa 3 bis 5 Tage, bevor der Ausschlag sichtbar wird und man ist nach Auftreten des Hautausschlages noch für vier weitere Tage ansteckend. Nach überstandener Masern-Erkrankung ist man lebenslang vor einer erneuten Infektion geschützt.

Kindertagespflege Kinder müssen geimpft sein

Alle Kinder die ab dem ersten Geburtstag eine Kindertagespflegestelle, eine Kita oder Schule besuchen, müssen geimpft sein. Ausnahmefälle sind Kinder, die aus gesundheitlichen Gründen, wie einer Allergie gegen Inhaltsstoffe des Impfstoffs, nicht geimpft werden können. Alle Kinder, die am 01.03.2020 bereits in einer Kindertagespflegestelle betreut wurden, müssen den Impfnachweis bis zum 31. Juli 2021 erbringen.

Die Kindertagespflegeperson muss den Impfnachweis prüfen

Die Gesundheitsbehörden als Aufsichtsbehörde können auch verfügen, dass die Prüfung von einer anderen behördlichen Stelle, z.B. dem Jugendamt oder dem Dienst, der die Vermittlung vornimmt, oder vom Gesundheitsamt geprüft wird.

Säuglingskinder, die in eine Kindertagespflegestelle aufgenommen werden, müssen von der Kindertagespflegeperson ans Gesundheitsamt gemeldet werden. Das Gesundheitsamt fordert die Eltern zum entsprechenden Zeitpunkt (zwischen dem 10. und 12. Lebensmonat des Kindes) auf, das Kind impfen zu lassen.

Die Nachweise müssen (formlos) geprüft, aber nicht aufbewahrt werden.

Nachweispflicht für betreute Kinder

Kinder, die vor dem 01. März 2020 in die Kindertagespflege aufgenommen wurden, sind gegenüber der Kindertagespflegeperson bis zum 31. Juli 2021 nachweispflichtig. Zuwiderhandlungen und Verzögerungen müssen durch die Kindertagespflegeperson an das Gesundheitsamt gemeldet werden.

Nachweispflicht für betreute Kinder

Kinder, die vor dem 01. März 2020 in die Kindertagespflege aufgenommen wurden, sind gegenüber der Kindertagespflegeperson bis zum 31. Juli 2021 nachweispflichtig. Zuwiderhandlungen und Verzögerungen müssen durch die Kindertagespflegeperson an das Gesundheitsamt gemeldet werden.

 

Impflicht für auch für Kindertagespflegepersonen, geboren nach 1970

Nachweispflichtig sind Kindertagespflegepersonen, die nach 1970 geboren sind. Wer gesundheitliche Einschränkungen hat, muss nicht geimpft werden.

Der Nachweis des Impfschutzes der Kindertagespflegepersonen muss gegenüber dem Jugendamt bis spätestens 31.Juli 2021 nachgewiesen werden.

Personen aus dem näheren Umfeld der Tagespflegestelle, die regelmäßig und/oder über längere Zeit in der Kindertagespflegestelle tätig sind (Hilfskräfte, Praktikant/-innen) müssen ebenfalls einen Masernschutz nachweisen.

Familienangehörige dagegen müssen keinen Masernschutz nachweisen.

Kindertagespflegepersonen, die keine Erlaubnis nach §43 SGB VIII benötigen (z.B. „Kinderfrauen“) unterliegen nicht der Impfpflicht.

Alle Ärzte dürfen impfen

Zur Stärkung der Impfprävention, dürfen ab dem 1. März alle Ärzte unabhängig ihres Fachgebiets Schutzimpfungen durchführen und diese in einen Impfausweis bzw. eine Impfbescheinigung nachtragen. Voraussetzung dafür ist, dass der Patient die Impfung nachweisen kann. Von der Regelung sind nur Zahnärzte ausgenommen.