Betreuungsqualität – mykidsplace Grundlagenkonzeption Kindertagespflege

Diese mykidsplace Basiskonzeption zur Betreuungsqualität dient als Grundlage und Rahmen für ein optimales Betreuungsumfeld. Das Betreuungskonzept wird in der täglichen Arbeit durch die eigenständige Arbeit der Tagespflegeperson mit jedem Kind und mit der Gruppe, durch ihre eigene Art, ihre eigenen Ideen und ihre eigenen Angebotsschwerpunkte und die eigenen täglichen Impulse wesentlich bestimmt und gelenkt. Die Tagespflegeperson setzt ihre eigene Konzeption im Rahmen der Basiskonzeption um.

Konzept und Vorwort


Grundlegendes Betreuungskonzept der mykidsplace Kindertagespflegen

Betreuungskonzept U3 Kindertagespflege für pädagogisch zugeordneten Tagespflegepersonen

Diese Basiskonzeption dient als Grundlage und Rahmen für ein optimales Umfeld. Das Betreuungskonzept wird in der täglichen Arbeit durch die eigenständige Arbeit der Tagespflegeperson mit jedem Kind und der Gruppe, durch ihre eigene Art, ihre eigenen Ideen und ihre eigenen Angebotsschwerpunkte und die eigenen täglichen Impulsen wesentlich bestimmt und gelenkt.

Vorwort

mykidsplace ist die innovative Kindertagespflege und bietet Kindern ein zweites zu Hause, während die Eltern arbeiten. Hier können Eltern ihr Kind vertrauensvoll geschulten Tagespflegepersonen überlassen, so wie sie es zeitlich benötigen. Unsere Tagespflegeeinrichtung bietet Eltern eine umfangreiche Betreuung an.  Es werden Kinder von 4 Monaten bis 3,5 Jahren an 5 Werktagen pro Woche betreut. Bei mykidsplace betreuen 2 Tagespflegepersonen gleichzeitig in Form einer Großtagespflegestelle.

KiBiz -Pädagogische Zuordnung in der Großtagespflegestelle

Das Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiz) schreibt eine vertragliche und pädagogische Zuordnung des einzelnen Kindes zu einer konkret bestimmten Tagespflegeperson vor. Trotz der somit gewährleisteten pädagogischen Zuordnung der Tageskinder zu „ihrer“ Tagespflegeperson bleiben alle Kinder mit den beiden regulären Tagespflegepersonen in Kontakt; dies ist konzeptionell gewollt und liegt zudem im Interesse der Kinder, die grundsätzlich zwei Ansprechpartner haben und unterschiedliche Charaktere kennenlernen.

Kernziel unserer Kinderbetreuung

Im Mittelpunkt unserer Kindertagespflegestelle steht das Wohlbefinden, die Individualität, die Selbständigkeit und das soziale Miteinander der Kinder. Kinder haben unterschiedliche Bedürfnisse, Lernvoraussetzungen und Interessen. Darum bietet mykidsplace ein Angebot, in dem sich jedes Kind wiederfindet. Spaß, Spontanität und Neugierde stehen im Vordergrund, wobei das Kind seinen individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten entsprechend gefördert wird. Die Neugier der Kinder zu unterstützen und ihnen spielerisch mit allen Sinnen Anregungen bieten, gehört zum Lernkonzept von mykidsplace.Weiterer Bestandteil ist die Unterstützung in ihren Lernprozessen und das Trainieren des Durchhaltevermögens sowie von Selbständigkeit.

Unser Betreuungskonzept setzt auf vier Qualitätssäulen auf

Qualität in der U3 Großtagespflege Kinderbetreuung

Inhalt / Reiter

Inhalt 

  1. Pädagogische Ziele unserer Arbeit                          
  2. Unsere Räume für die Kinder                                   
  3. Tagesgestaltung          
  4. Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit
  5. Mahlzeiten und Ernährung                 
  6. Körperpflege und Hygiene   
  7. Ruhen und Schlafen     
  8. Sicherheit                              
  9. Sprache, Mehrsprachigkeit und Bilinguale Erziehung 
  10. Kognitive Entwicklung                         
  11. Soziale und Emotionale Entwicklung                         
  12. Bewegung          
  13. Fantasie- und Rollenspiel                        
  14. Bauen- und Konstruieren                         
  15. Ästhetische Bildung                        
  16. Natur, Umgebung und Sachwesen          
  17. Eingewöhnung    
  18. Begrüßung und Verabschiedung
  19. Zusammenarbeit mit Familien                

Pädagogische Ziele unserer Arbeit in der Kindertagespflege

Als Orientierungshilfe nutzen wir in unserer Großtagespflege für unser Konzept den nationalen Kriterienkatalog zur Sicherung unserer pädagogischen Qualität.

Die 11 Grundsätze der Gestaltung unserer pädagogischen Arbeit
(Quelle: Grundsätzliche Konzeptorientierung nach Nationaler Kriterienkatalog)

  1. Wir sichern allen Kindern – unabhängig von Herkunft, Geschlecht und sozialem Status – Lern und Entwicklungschancen
  2. Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich an der Lebenswelt und am Bedarf der Kinder und ihren Eltern (Familien)
  3. Kinder sind Träger und Trägerinnen eigener Rechte
  4. Kinder sind aktiv Lernende und konstruieren Wissen und Bedeutung
  5. Kinder lernen in sozialen Zusammenhängen
  6. Emotionale Sicherheit und Zuwendung bieten die Basis für kindliche Lernprozesse und die Entwicklung des Selbst
  7. Kinder bilden sich durch spielerische Aktivität und aktives Spiel
  8. Kinder bilden sich durch Teilhabe und Aushandlung
  9. Kinder haben das Recht auf Anerkennung ihrer Individualität
  10. Wir gestalten eine anregende Lern- und Erfahrungsumwelt
  11. Wir sind Dialogpartner und Impulsgeber

Die Leitgesichtspunkte unserer Arbeit, nach denen wir unsere Themenbereiche strukturieren
(Grundsätzliche Konzeptorientierung nach Nationaler Kriterienkatalog)

  1. Räumliche Bedingungen innen und außen | Raum als Dritter Erzieher
  2. Interaktion der Tagespflegeperson und den Kindern
  3. Planung der Betreuungsaktivitäten und Dokumentation
  4. Vielfalt und Nutzung des Spiel- und Arbeitsmaterials
  5. Individualisierung – passend zu jedem Kind
  6. Partizipation der Kinder

Die Themenbereiche unserer Arbeit
(Grundsätzliche Konzeptorientierung nach Nationaler Kriterienkatalog)

  1. Räume für die Kinder
  2. Tagesgestaltung
  3. Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit
  4. Mahlzeiten und Ernährung
  5. Körperpflege und Hygiene
  6. Ruhen und Schlafen
  7. Sicherheit
  8. Sprache
  9. Kognitive Entwicklung
  10. Soziale und emotionale Entwicklung
  11. Bewegung
  12. Fantasie und Rollenspiel
  13. Bauen und Konstruieren
  14. Ästhetische Bildung
  15. Natur, Umgebung und Sachwissen
  16. Eingewöhnung
  17. Begrüßung und Verabschiedung
  18. Zusammenarbeit mit Familien
  19. Übergänge

Im Mittelpunkt unser Tagespflege steht unser eigenes Wertekonzept für  

  • das Wohlbefinden
  • die Individualität
  • die Selbständigkeit
  • das soziale Miteinander der Kinder

Wir gehen davon aus, dass Kinder unterschiedliche Bedürfnisse, Lernvoraussetzungen und Interessen haben.
Darum ist es uns wichtig, ein Angebot zu schaffen, in dem sich jedes Kind individuell wiederfindet.
Spaß, Spontanität, und Neugierde, die sich im Experimentieren niederschlägt, stehen im Vordergrund, wobei das Kind seinen individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten entsprechend gefördert wird.
Wir unterstützen die Neugier der Kinder, und bieten ihnen spielerisch Anregungen für alle Sinne. Die Unterstützung in ihren Lernprozessen und das Trainieren des Durchhaltevermögens und von Selbständigkeit ist wichtiger Bestandteil unseres Angebotes, um bei der Orientierung im täglichen Leben zu helfen.

Dazu gehört, dass die Kinder sich ernst genommen fühlen. Dies ermutigt Sie, selbständig neue Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig wird so der Aufbau von Bindungen innerhalb der Gruppe ermöglicht, gemeinsames Spiel gefördert, Konflikte erlebt und somit Problemlösungsmöglichkeiten erfahren.

Das pädagogische Angebot soll den Kindern bis zum Kindergarteneintritt folgende Lernziele vermitteln:

  • soziale, emotionale, kreative und kulturelle Kompetenzen
  • fein- und grobmotorische Fähigkeiten
  • Verstehen und Umgang mit neuen und verschiedenen Situationen
  • Sensibilisierung für das Erkennen von Gefahren
  • Selbstfindung und Orientierung im Wertesystem und Erfassen von sozialen Zusammenhängen
  • Entwicklung und Umsetzung von Problemlösungsstrategien

Unsere Räume

Umfeld und Umgebung.

Unsere Großtagespflegestelle befindet sich zentral gelegen und ist schnell von allen einzelnen Ortsteilen Pulheims sowie den Kölner Randbezirken sehr gut erreichbar. Dies erleichtert den Eltern das Bringen und Abholen. Angelegte öffentliche Spazierwege, direkt an den Tagespflegestelle, ermöglichen ein gefahrloses Verlassen des Tagespflegegeländes, um nahegelegene Spielplätze zu erreichen. 

Größe der Betreuungsfläche im Haus 

Wir haben großen Wert auf eine großzügige Betreuungsfläche gelegt. Entsprechend ist unsere Tagespflegestelle in einem großen Haus angesiedelt und verfügt über 100 qm Betreuungsfläche im Haus sowie großzügige Gartenflächen.

Die Eckdaten der Tagespflegestelle

mykidsplace II Iwona Hanzel und Jessica Amels, Albrecht-Dürer-Str. 120a, 50259 Pulheim-Zentrum

  • 100 qm Betreuungsfläche inkl. Küche, Schlafraum, Spielraum
  • 300 qm Garten
  • Spielplatz 50 m entfernt

Die Innenräume (Konzeptorientierung nach Nationaler Kriterienkatalog)

Die Tagespflegestelle arbeitet in Anlehnung nach der Checkliste des nationalen Kriterienkatalogs „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“

Nr. Räumliche Bedingungen INNEN Kommentar
1. Die in unserer Einrichtung verwendeten Bau- und Ausstattungsmaterialien entsprechen aktuellen baubiologischen und sicherheitstechnischen Standards. Die Materialien wurden nach Sicherheitsaspekten angeschafft und werden ständig auf Nutzungszustand und -gewährleistung geprüft.
2. Alle Räume sind in intaktem und betriebsfähigem Zustand. Ja. Die Räume werden gewartet.
3. Die Räume sind durch unterschiedliche Ebenen, bewegliche Raumteiler und Nischen untergliedert und ermöglichen flexible und unterschiedliche Gestaltungsformen. Die Räume verfügen alle über definierte Ecken, die regelmäßig variiert und umgestellt werden, um Abwechslung in die Räume zu bringen
4. Die Räume sind mit verschiedenen Bodenbelägen ausgestattet. Die Räume verfügen über Fliesen mit Fußbodenheizung sowie Laminat. Zum Standardboden haben wir zusätzlich Teppichbeläge und optionale Matten zum Auslegen.
5. Die Räume sind ganz- oder teilweise mit weichen Bodenbelägen in den Bereichen ausgelegt, in denen sie liegen oder krabbeln, sowie mit einem festen Belag in den Bereichen, in denen Sie auf dem Boden spielen. Die Räume verfügen zum Standardboden zusätzlich über verschiebbare Teppichbeläge.

Um das freie Spiel, Tobespiele oder Motorik Übungen wie Purzelbäume gefahrloser zu gestalten, gehören Matratzen und Yogamatten zur Grundausstattung.

6. Der Einfall von Tageslicht ist regulierbar, die Räume gut zu belüften und angemessen temperierbar. Alle Räume sind teil- oder voll verdunkelbar und die Beleuchtung dimmbar. Fußbodenheizung einstellbar. Alle Räume haben Fenster.
7. Die Bodenbereiche sind so temperiert, dass Kleinstkinder und jüngere Kinder auf dem Boden spielen können. Fußbodenheizung ist vorhanden.
8. Die Räume sind hell, freundlich und nicht durch Mobiliar und Ausstattung überladen. Es gibt weder dunkle noch grelle Farben. Alle Räume sind weiß gestrichen und verfügen über punktuelle Farbakzente z.B. durch Deko wie Kindermalerei oder Bastellergebnisse.
9. Es stehen klar erkennbare Räume oder Bereiche zur Verfügung, die den Kindern die Möglichkeit geben, ihren verschiedenen Interessen und Themen nachzugehen (Rollenspiel, Werken, Toben) Gemäß 2.10 gibt es klare Raumaufteilung und in den Räumen ggf. definierte Bereiche.

Die Ausstattung mit Möbeln, Sitzmöglichkeiten, Schlaf- und Ruheplätze ermöglicht die flexible und den möglichen Bedürfnissen angepasste Betreuung von Kindern ab 4 Monate bis zum Kindergarteneintritt.

Dazu gehört die Bestuhlung mit Hochstühlen, Stühlen mit und ohne Lehne, Stühle für Frühförderkinder oder Schlafgelegenheiten im Reisebett, im offenen Bett, Matratzen, Schlafsäcken, Körbchen oder Kinderwagen.

Definierte Spielecken haben entsprechendes Spielangebot.

 

Nr. Räumliche Bedingungen INNEN Kommentar
10. Allen Kindern steht ein großer Raum zur Verfügung, in dem großräumige Bewegungen, Klettern, Springen, Rennen, Tanz usw. möglich sind. Räume

1 großer Gruppenraum
1 kleiner Gruppenraum (opt.Ruhe- u. Schlafraum)
1 Schlafraum (opt.Gruppenraum)
1 Küchenbereich
1 Diele als Empfangsbereich
1 Gäste WC
1 vollausgestattetes Bad
Gesamtfläche mindestens 100 qm 

Sonderausstattung im Gruppenraum klein

Eine Hochspiel- und Ruheebene wurde zusammen mit einer Berliner Kinderzimmerarchitektin entworfen und umgesetzt.

Es bietet mit unterschiedlichen Höhen Bewegungsanreize und Spielimpulse mit Treppe, Rutsche, Höhlen-/Haus Feeling, Höhenerfahrung, Motorikübungen.

Zusätzlich eingebaute Spielelemente setzen Spielimpulse. Das Konzept der Hochebene ist Basisbestandteil des mykidsplace Raumkonzeptes. 

Außenräume (Konzeptorientierung nach Nationaler Kriterienkatalog)

Verfügbare Spielausstattung Outdoor in unserer Tagespflege

Spielhaus, Sandkasten, Schaukel, Trampolin, Spielfahrzeuge, variable Ausstattungen um Motorik Übungen wie Hüpfen, Balancieren, Ziehen, Schieben, Rennen etc. durchzuführen.

Anpflanzungen in extra Bereichen oder Pflanzkübeln helfen, erste Naturerfahrungen zu sammeln. 

Nr. Räumliche Bedingungen Außen Kommentar
2.11 Die Kindertagespflege verfügt über ein eigenes Außengelände ausreichender Größe, das von allen Kindern täglich genutzt werden kann. Es gibt einen  großen Garten.
2.12 Es gibt einen Bereich um ungestört verschiedenen Spielen nachgehen zu können (Rasen, Sand, Wasser, Geräte, Versteckmöglichkeiten,…) Auswahl aus Sandkasten, Schaukel, Trampolin, Spielhaus, Hügel, Rasenfläche, Sandfläche oder U3 Spielplatz gleich nebenan
2.13 Die Bepflanzung des Außengeländes kann von den Kindern einbezogen werden und ermöglicht abwechslungsreiches Spielen. Dazu gehören verschiedene Bepflanzungen von Rasen über bodendeckende Pflanzen bis hin zu Sträuchern und Bäumen sowie ebenes und unebenes Areal. Bäume, Sträucher, Rasen
2.14 Fest installierte Geräte, wie Schaukeln, Klettergerüste, Rutschen, Röhren, Sandkästen, Matschanlage bieten den Kindern im Außengelände eine Vielzahl unterschiedlicher Spielmöglichkeiten. Auswahl von Sandkasten, Schaukel, Trampolin, Spielhaus, Hügel, Rasenfläche, Sandfläche
2.15 In einem gesonderten Bereich haben die Kinder die Möglichkeit, eigene Beete anzulegen. Die räumliche Möglichkeiten bestehen.
2.16 Es werden Werk- und Baumaterialien sowie Werkzeuge bereitgehalten, die von den Kindern für ihr Spiel und ihre Tätigkeiten genutzt werden können. Zum Beispiel: geschnittene Holzbohlen zum Stapeln, nebeneinander Legen, Klopfen, Herumtragen

 

 

Tagesgestaltung

Die Tagesgestaltung baut auf wiederkehrenden Ritualen auf, die den Kindern Halt geben. Dazu gehören

  • Begrüßung
  • Verabschiedung
  • Mahlzeiten
  • Ruhephasen
  • Wiederkehrende Rituale wie der Morgenkreis

Wir legen Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis von Aktivitätsphasen zu Ruhephasen.
Den Tagesablauf planen wir mit initiierten Aktivitäten mit der Möglichkeit flexibel auf Veränderungen reagieren zu können.

Der Tagesablauf wird geprägt durch Beobachten der Kinder, um emotionale Stimmungen aufzufangen, um die Bedürfnisse der Kinder wie z.B. Müdigkeit, Suche nach Zuwendung, Überforderung zu erkennen.

Typischer Tagesablauf

07:30 Uhr bis 09:00 Uhr     Bring Zeit mit Freispiel
bis 08:00 Uhr                         Abmeldungen durch die Eltern   (erbeten falls notwendig)
08:30 Uhr bis 09:00 Uhr     Frühstück mit den Kindern
09:00 Uhr bis 10:00 Uhr     Gruppenarbeit
10:00 Uhr bis 11:30 Uhr      Aufenthalt im Freien / Pädagogisches Angebot
11:30 Uhr bis 12:15 Uhr       Mittagessen mit den Kindern
12:15 Uhr bis 14:30 Uhr      Vorbereitung zur Mittagsruhe und Mittagsschlaf
14:30 Uhr bis 16:30 Uhr     Individuelle Betreuung und pädagogisches Angebot

Individualität, Vielfalt und Gemeinsamkeit

Wir gehen davon aus, dass Kinder unterschiedliche Bedürfnisse, Lernvoraussetzungen und Interessen haben.

  • Darum ist es uns wichtig, ein Angebot zu schaffen, in dem sich jedes Kind individuell wiederfindet.
  • Spaß, Spontanität, und Neugierde, die sich im Experimentieren niederschlägt, stehen im Vordergrund, wobei das Kind seinen individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten entsprechend gefördert wird.
  • Gleichzeit gilt es aber auch, die Gemeinsamkeiten zu fördern. Die ausgewogene Teilhabe an Einzel- und gemeinsamen Gruppenaktivitäten zu fördern gehört zu unseren täglichen Aufgaben.

Mahlzeiten und Ernährung

Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme.

  • Das gemeinsame Essen ist für uns ein Ritual.
  • Es ist ein soziales Erlebnis und so gestalten wir alle Mahlzeiten.
  • Wir legen Wert auf eine ausgewogene Ernährung und eine passende Atmosphäre bei den Mahlzeiten.
  • Wir sorgen immer ausreichend für Flüssigkeitszufuhr.
  • Es wird selbst gekocht. Eltern von Babys können Gläschen oder selbst hergestelltes Essen mitbringen.
  • Die Kinder können bei uns auch untypische Lebensmittel ausprobieren, die wir gezielt zum Kennenlernen ein kaufen. Dazu zählen
  • Wir achten auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten und religiöse Ernährungsgewohnheiten.
  • Die Hygienestandards werden beachtet.

Getränke

  • Ausschließlich Wasser
  • Keine Süßgetränke

Frühstückskonzept

  • Saisonobst
  • Brot mit Butter, Käse, ggf. Marmelade

Mittagessen

  • 3-mal in der Woche Gemüse mit Kartoffeln | Reis | Pasta
  • 1-mal in der Woche Fleisch mit Beilage
  • 1-mal in der Woche Fisch mit Beilage
  • Nachtisch ist nur optional nach Verlauf des Mittagessens

Nachmittagsauswahl

  • Obst
  • Reiswaffeln
  • Knäckebrot

Zwischendurch

Zum Stillen des Hungers beim Spielen im Garten

  • Obst
  • Rohgemüse wie Möhren oder rote Paprika in Streifen, Gurken geschnitten

Körperpflege und Hygiene

Körperpflege und Hygiene sind wesentliche Bestandteile des Wohlbefindens und Voraussetzung für Gesundheit.

  • Wir achten auf das Wohlbefinden der Kinder, indem wir auf die grundsätzliche Kleiderausstattung der Kinder achten. Jedes Kind muss angemessen der Spielsituation und Raum (innen, außen, Sommer, Winter) ausgestattet sein und wird von uns entsprechend umgezogen.
  • Zur körperlichen Reinheit prüfen wir ständig den Zustand der Windeln und wechseln, wenn angebracht. Die Erfahrung zeigt, dass drei bis viermal gewechselt wird. Am Vormittag die meist angezogene Nacht- oder Morgenwindel, nach dem Essen und Verdauung die Mittagswindel und ggf. nach der Ruhephase und vor dem Abholen.
  • Wir respektieren den Intimbereich und behalten Ruhe in Einnässsituationen. Wir und nutzen die Pflegezeit zur Kommunikation mit den Kindern und zeigen dabei Zuwendung durch Mimik, Sprache und Körperkontakt.
  • Wir haben räumliche Trennungen zwischen dem Bring- und Abholbereich, der mit Schuhen betreten wird und dem Betreuungsbereich.
  • Das Pflegematerial wird gesondert und leicht erreichbar gelagert.
  • Der Windelmüll wird in einer gesonderten Tonne gesammelt.
  • Der Außenbereich verfügt über Sonnenschutzbereiche – bzw. Vorrichtungen.
  • Die Eltern werden gesondert auf den Infektionsschutz hingewiesen.

Ruhen und Schlafen

Die Ruhe-Schlafphasen sind wichtiger Bestandteil der kindlichen Entwicklung.

  • Die Kinder können bei Schlafbedarf diesen jederzeit decken. Dies gilt vor allem für Babys und kleine Kinder.
  • Es steht ein Schlafraum sowie Rückzugsecken und Nischen zur Verfügung.
  • Die Schlafutensilien sind in einwandfreiem Zustand.
  • Das Licht kann nach Bedarf variiert und der Raum komplett verdunkelt werden.
  • Im Außenbereich bieten wir ebenfalls Ruhezonen an.

Sicherheit

Ein sicherer Aufenthalt in den Innen- und Außenräumen ist Grundvoraussetzung für den Aufenthalt in den Räumen.

  • Wir prüfen ständig die Gegebenheiten auf Gefahren und eliminieren diese.
  • Dazu gehören die Räume, Spielzeug, Spielgeräte, Mobiliar, Kleidung sowie mitgebrachte Spielsachen.

Die Tagespflegestelle ist ausgestattet mit

  • Feuerlöschern
  • Rauchmeldern
  • Branddecken
  • Erste Hilfe Kästen mit Verbandsbuch
  • Notfallbuch mit Telefonnummern zur Notfallhilfe und der Eltern
  • Pflegeanleitungen
  • Hygienehinweise für die tägliche Arbeit
  • Infektionsschutzbelehrung für die Eltern
  • Festnetztelefon
  • Mobiles Telefon
  • Internetanschluss

Sprache, Mehrsprachigkeit und Bilinguale Erziehung

Sprache dient der Kommunikation und zum Ausdruck, von Gedanken, Gefühlen, Wünschen und mehr und muss erlernt werden.

  • Wir helfen den Kindern Sprache zu erlernen, unabhängig von einem anderssprachigen Elternhaus.
  • Wir reden zugewandt und wertschätzend zu den Kindern, um sprachliche als auch nichtsprachliche Signale wahrzunehmen.
  • Wir bieten den Kindern viele Möglichkeiten, in denen sie von ihren Erlebnissen sowie Geschichten erzählen können. Zudem haben die Kinder die Möglichkeit im Morgenkreis zu singen und Musik hören.

Kognitive Entwicklung

Wir gehen davon aus, dass Kinder das beobachtete Verhalten der Erwachsenen und anderen Kinder nachahmen, um es letztendlich nach ihrer eigenen Fantasie umzuwandeln. Kinder verwenden ihre bereits vorhandenen Kompetenzen und setzten neu erworbene Kompetenzen in ihren Spielhandlungen mit ihren Spielpartnern ein. Dadurch erlangen sie an neue Erfahrungen.

  • Wir errichten im Raum Möglichkeiten, in denen die Kinder sich zurückziehen können, um ungestört spielen und sich mit einem Thema beschäftigen zu können sowie Möglichkeiten, in denen sie Toben können.
  • Wir schaffen neue Situationen und zeigen neue Wissens- und Alltagsbereiche, um die Kinder zu motivieren und ihre Neugier für Neues zu wecken.
  • Wir passen den Raum an die verschiedenen Entwicklungsphasen der Kinder an, um neue Lernsituationen und Entwicklungsanreize bieten zu können. Wir bauen zum Beispiel verschiedene Spiellandschaften mittels Softmatten auf, bieten altersgerechte Spielsachen an und setzen Impulse mit Gegenständen aus verschiedenen Materialien.
  • Wir nehmen die Aneignungs- und Erfahrungswege der Kinder wahr, um auf der Grundlage dieser Ergebnisse eine neue Lernwelt zu schaffen, die die Kinder herausfordert und sich an den Lernbedürfnissen orientiert.
  • Wir wählen das Spielzeug so aus, sodass die Kinder in ihrer Kompetenzentwicklung vorkommen, sie Freude am Ausprobieren haben und Probleme lösen können, um Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln zu können. Zum Beispiel rätseln wir, zeigen den Kindern Zaubertricks und bieten ihnen kleine logische Kniffeleien an.
  • Die Möbel sind dabei stabil und bieten Veränderungsmöglichkeiten an.
  • Wir dokumentieren die neuen Entwicklungen und halten diese mittels Fotos fest, um sowohl den Kindern als auch den Eltern die neu erlernten Kompetenzen zu veranschaulichen.

Soziale und emotionale Entwicklung

  • Wir achten auf die Kinder und begegnen ihnen liebevoll und einfühlsam, dabei achten wir immer auf die Bedürfnisse des Kindes.
  • Dabei lassen wir nicht außer Acht, dass wir ein Vorbild für das Kind sind und vermitteln ihm Optimismus sowie Freude. Zusammen mit dem Kind, den Eltern und den anderen Kindern, setzen wir uns mit seiner Umwelt auseinander. Wir helfen den Kindern bei der Selbstwerdung.

Bewegung

Bewegung ist elementar für die Entwicklung der Kinder und trägt zum Wohlbefinden der Kinder bei.

Wir bieten den Kindern jegliche Möglichkeiten ihre Motorik vom Liegen und Krabbeln bis zum Laufen und Springen, Wippen oder Schaukeln zu entwickeln. Dazu gehört aber auch die Förderung der Feinmotorik.

  • Wir bieten in den Räumen genug Platz für Grobmotorikübungen.
  • Es stehen Hilfsmittel wie Treppen, Podeste, Rutsche, bewegliche Mattenelemente zur Verfügung.
  • Babys können sich an in der Höhe variierbaren Matten probieren.
  • Auf Matten üben wir das Rollen des Körpers, Purzelbaum, das Springen von einem Podest auf Matten oder aber Zurechtfinden in einem Mattenlabyrint um Bewegung und Orientierung zu üben.
  • Kinder könne das Laufen anhand verschiedenster Hilfsmittel lernen, die sie schieben oder an denen sie sich festhalten.
  • Wir animieren die Kinder mit Spielen und Musik zur Bewegung des Körpers oder von Körperteilen.
  • Für die Feinmotorik halten wir entsprechende Spiele parat. Damit prüfen wir regelmäßig die Koordination zum Altersstand.
  • Im Außenbereich setzt sich das Angebot mit Klettergerüst, variablen Motorikelementen und vor allem gemeinsamen Motorikspielen fort.

Fantasie- und Rollenspiel

Kinder durchlaufen unterschiedliche Entwicklungsstufen und wir fördern alle dieser Stufen unterschiedlich. In einer der fortgeschrittenen Entwicklungsstufen in unserer Einrichtung, bevor die Kinder in den Kindergarten gehen, erweitert sich das Spiel auf Fantasie- und Rollenspiele.

  • Wir fördern das Rollenspiel durch dedizierte Spielecken wie z.B. Küchenecke
  • Wir fördern das Spiel durch Verkleidungen, die wir anbieten. Prinzessin, Feuerwehrmann, Handwerker oder einfach nur die Verkleidung mit Tüchern oder Spielutensilien.
  • Das bewusste Feiern von Karneval in Kostümen gehört sowohl zum lokalen Kulturgut als auch Rollenspiel.

Bauen und Konstruieren

Beim Bau- und Konstruktionsspiel können Kinder vielfältige Erfahrungen sammeln. Aufgrund des Alters der Kinder beschränken wir dies auf die Gestaltung mit Lego Duplo Bausteinen und die Nutzung von großen Holzklötzen. Diese können die Kinder stapeln und umwerfen, als Domino aufstellen und frei gestalten.

Ästhetische Bildung

Kinder nehmen ihre Umgebung wahr und reagieren darauf. Die kindgerechte, aber ästhetische Gestaltung der Räume ist uns wichtig.

  • Wir wollen, dass Kinder in einem geordneten Umfeld betreut werden.
  • Die dezente Farbgebung bringt Ruhe und Ästhetik
  • Die Reduzierung der Raumfarbe ermöglicht eine herausragende Präsentation der Themengestaltungen und der Kindermalereien und Bastelleien.

Natur, Umgebung und Sachwissen

Die Entwicklung der Kinder mit gezielt ausgesuchtem Spielmaterial zu fördern, gehört zu unserem Konzept. Darüber hinaus setzen wir aber auf Alltagsgegenstände, die Einbeziehung der Kinder in Alltagsprozesse und ganz natürliche Gegenstände aus dem Garten.

  • Die Kinder werden bei Alltagsaktivitäten einbezogen. Dazu gehört Tisch decken und abräumen, Wischen der Tisches, Fegen des Essbereichs, Aufräumen, Blumen gießen
  • Die Kinder können mit Alltagsgegenständen forschen. Zum Beispiel: Leere oder teilweise befüllte Flaschen, Wisch- und Handtücher, Einmalhandschuhe, Was kann ich mit Feuchttüchern machen?
  • Im Garten können die Kinder mit Steinen, Wasser, Holz, Erde und anderen Naturmaterialien experimentieren.
  • Es gibt einen extra Bereich zur Bepflanzung mit Erdbeeren
  • Es gibt verschiedene Topologie im Garten mit Hügel und ebenerdigen Zonen um sich und Spielelemente auszuprobieren.

Eingewöhnung

In einer angenehmen Atmosphäre beginnen wir die Kennenlernphase mit den Eltern. Die Treffen finden in der Regel am Nachmittag statt. Es nehmen beide/alle drei Tagespflegepersonen an diesen Treffen teil.

Die Eltern können am Nachmittag auch noch live den Betrieb und den Umgang mit den anwesenden Kindern erleben. Neben den wichtigsten Abläufen, Regeln und Ritualen werden aber auch folgende Themen besprochen.

Gesprächsinhalte Erstgespräch:

  • Vorstellung der Tagespflegepersonen
  • Vorstellung Historie mykidsplace
  • Betreuungszeiten mykidsplace
  • Tagesablauf mykidsplace
  • Verpflegungskonzept mykidsplace
  • Urlaub und Ferien mykidsplace
  • Vertragliche Ablauf mykidsplace und Stadt Pulheim
  • Erziehungsvorstellungen – die Eltern
  • Essen und Schlafgewohnheiten des Kindes – die Eltern
  • Gesundheitszustand des Kindes – die Eltern
  • Krankheitsfall -die Eltern
  • Hintergrundinformationen zu den Eltern

Um dem Kind einen sicheren Halt zu geben, wird eine Eingewöhnungsphase gestaltet. Sie dauert in der Regel zwei bis drei Wochen und bei Bedarf auch etwas länger. In dieser Zeit ist der Kontakt zwischen der Familie und der Tagespflegeperson, die Tagespflegestelle, eng zu gestalten. Die Eltern entscheiden, wer von ihnen das Kind während dieser Zeit begleitet.

Kurze und dafür häufige Besuche in der Einrichtung gehören zur Eingewöhnungsphase. Es gilt für beide Seiten – Eltern und Tagespflegepersonen – sich Zeit nehmen, um Vertrauen aufzubauen. Für uns als Tagespflegepersonen gilt es, mit dem Kind auf Entdeckungstour zu gehen und Vertrauen aufzubauen.

Das Einhalten bzw. Entwickeln der Rituale beim Bringen und Abholen gehört genauso zur Eingewöhnungszeit, wie das langsame Loslösen des Kindes und der Eltern voneinander für die Betreuungszeit.

Begrüßung und Verabschiedung

Nach der Eingewöhnung kommen die Kinder regelmäßig. Jedes Kind hat eine andere individuelle Bringsituation. Diese unterscheidet sich in der Bringzeit, der Person, dem was die Kinder mitbringen und ob sie eventuell das erste Kind sind oder schon andere Kinder da sind.

  • Wir entwickeln mit jedem Kind eine individuelle Begrüßung, die zum Kind, seinem Typ und der Situation passt.
  • Die Empfangs- und Abholsituation stimmen wir mit den Eltern ab und daraus entsteht ein Ritual.
  • Mit zunehmendem Alter bekommen die Kinder in dem Ritual mehr Eigenverantwortung. Dazu gehört das selbständige Ausziehen und Anziehen der Kleidung sowie das Verräumen an den vorgesehenen Platz.
  • Die ordentliche Verabschiedung der Bringperson hat einen hohen Stellenwert.
  • Wechselnde Situationen durch wechselnde Bringpersonen zu denen das Kind einen anderen Bezug hat müssen ebenfalls ritualisiert werden.

Zusammenarbeit mit Familien

Der Austausch mit den Eltern findet täglich 2-mal statt – beim Bringen und Abholen. Hier werden sowohl von den Eltern als auch von uns Erlebnisse, Auffälligkeiten berichtet und auch einfach nur der persönliche Kontakt gehalten.   Wichtig dabei ist, dass die Erziehung in erster Linie wahrgenommen wird und die Tagespflegestelle unterstützend helfen kann.

Zur Unterstützung der Vertrauensbasis führen wir gemeinsame Feiern mit den Eltern und Kindern 2mal im Jahr durch.  In der Regel finden diese Veranstaltungen im Sommer und im Winter statt. Geburtstagsfeiern oder Bastelnachmittage ergänzen die Treffen.