Aus Tagesmutter und Tagesvater wird Tagespflegeperson

Tagesmutter oder Tagesvater. Das sind die ursprünglichen Begriffe für die Personen, die für eine längere Zeit auf die Kinder von vorwiegend berufstätigen Eltern aufpassen und diese meist tagsüber betreuen. Die Anzahl von Tagesmüttern ist seit Ende 2009 stetig gewachsen und damit auch die Zahl der Betreuungseinrichtungen im privaten häuslichen Umfeld. Um als Tagesmutter oder Tagesvater arbeiten zu dürfen, muss eine Qualifikation nach dem DJI Curriculum absolviert werden. Die örtlichen Jugendämter erteilen nach Vorlage der Qualifikation nach dem Curriculum des Deutschen Jugendinstitut bei einem der Ausbildungsanbieter und nach Prüfung der Eignung, die meist auf fünf Jahre beschränkte Tagespflegeerlaubnis.

Aus Tagesmutter und Tagesvater entwickelt sich die Tagespflegeperson. Mit dem steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsstellen, der steigenden Zahl an ausgebildeten Tagesmüttern und Tagesvätern und einer voranschreitenden gesetzlichen Manifestierung der Kindertagespflege per Gesetz, professionalisiert sich der Beruf als Tagesmutter. Damit einhergehend hat sich auch das Wording verändert. Heute spricht man in Anerkennung des Status eines Berufs daher auch eher von Kindertagespflegeperson, als von Tagesmutter.